Erweiterungsneubau Gymnasium Ricarda-Huch-Schule, Braunschweig

  • Bauherr
    HOCHTIEF PPP Schulpartner Braunschweig GmbH
  • Auftraggeber
    HOCHTIEF Infrastructure GmbH
  • LPH
    2 - 5
  • BGF
    5.670 m²
  • BRI
    25.500 m³
  • Beginn
    2022
  • Fertig
    2026
  • Fotos
    Frank Aussieker

Das Gymnasium Ricarda-Huch-Schule befindet sich in der Braunschweiger Nordstadt in unmittelbarer Nähe zum Campus Nord der TU Braunschweig. Auf dem bislang unbebauten Grundstücksteil zwischen östlichem Bestandsflügel und dem unmittelbar angrenzenden Freiraum des Ringgleises ist im Rahmen des ÖPP-Projektes der Erweiterungsneubau mit weitläufiger Freianlagengestaltung entstanden.

Der neue Baukörper untergliedert sich in einen 3-4-geschossigen Hauptbaukörper in Nord-Süd-Ausrichtung und einen sich östlich daran anschließenden - in seiner Höhenlage jedoch halbgeschossig versetzten - 2-geschossigen Nebenbaukörper.

Die Positionierung und Ausrichtung der neuen Baukörper und die daraus resultierenden räumlichen Bezüge zwischen bestehenden und neuen Gebäudeteilen unterstreichen den Campusgedanken auf dem Schulgelände.

Vom gemeinsamen Vorplatz aus ist die zentrale Eingangssituation des Erweiterungsbaus deutlich erkennbar. Der Haupteingang des Erweiterungsbaus befindet sich an der Schnittstelle der beiden neuen Baukörper und führt in das lichtdurchflutete 1 ½ - geschossige Foyer, das durch seinen offenen und kommunikativen Charakter einen verbindenden Ort des Ankommens schafft. Ebenso dient es der zentralen Durchwegung in West-Ost-Richtung zu den neu geschaffenen Freianlagenbereichen mit Spiel-, Sport-, Garten- und Aufenthaltsflächen.

An das Foyer schließt sich nördlich direkt die Aula an, die sich mit einer großflächigen Fassadenöffnung nach Westen orientiert und somit zum gemeinsamen Schulvorplatz öffnet. Auch die Bühne profitiert von dem sich über 1 1/2 Geschosse erstreckenden, hellen Raum und ermöglicht durch ihre Ausstattung verschiedenste Nutzungsmöglichkeiten. Der nebenliegende Flur bindet die notwendigen Nebenflächen im EG an.

Südlich ist das Foyer über eine Treppenanlage mit Sitzstufen mit dem Zwischengeschoss, der Mediathek und dem 2-geschossigen Nebenbaukörper mit den Fachunterrichtsräumen im Untergeschoss verbunden. Ein umlaufend abgesenkter Hof ermöglichen hier den Tageslichteinfall und bieten als Teil der Freianlagen Raum für konzentrierte künstlerische Arbeit und eine Kletterwand im Freizeitbereich.

Auf der Ebene des Zwischengeschosses bindet eine Brücke den Neubau direkt an das Hauptfoyer der Bestandsgebäude an.

Die beiden rechteckigen Obergeschosse sind nahezu identisch. Entlang der Außenwände befinden sich die Unterrichtsräume. Durch die zwischen den Klassenräumen positionierten und etwas zurückgesetzten kleinere Differenzierungsräume weiten sich die Flurzonen. Im Verlauf der Mittelzone zwischen den beiden Fluren verleihen zwei überdachte Lichthöfe den Verteil- und Begegnungszonen eine hervorragende Aufenthaltsqualität. 

Die mäandrierende Funktionswand trennt diese von den Unterrichtsräumen und bietet Platz für abschließbare Spinde im Flur und Stauräume für Eigentumsfächer, Lehrmaterialien und ein Waschbecken in den Klassenzimmern.

Die Dachflächen sind als Gründach - teilweise mit Photovoltaik - ausgebildet.

Der Erweiterungsneubau der Ricarda-Huch-Schule erfüllt die Anforderungen für das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) Plus sowie die Anforderungen an die DGNB-Zertifizierung in Silber.

"Lichtdurchflutete Lernwelten mit Raum für Begegnung."