Hauptfeuerwache, Düren

  • Bauherr
    Stadt Düren
  • LPH
    1 - 4
  • BGF
    9.500 m²
  • BRI
    48.800 m³
  • Wettbewerb
    2024, 1. Preis
  • Beginn
    2025
  • Visu
    struhk architektur GmbH
  • Modell
    Trixi Schulz

An der Veldener Straße entsteht die neue Hauptfeuerwache der Stadt Düren. Den Entwurf bildet ein verbindendes Element zwischen den, westlich und östlich an das Baugrundstück angrenzenden, Grünräumen. Im Zusammenhang mit den umliegenden Industriegebäuden wird ein gestalterisch zeitgemäßes Ensemble geschaffen.

Um die Grundstücksfläche möglichst effizient auszunutzen, folgt die Gebäudeform dem Knick des Grundstücks. Infolgedessen entstehen zwei "Raumschienen" mit unterschiedlichen Funktionsbereichen, welche sich in der Dachlandschaft widerspiegeln. Im Zwischenraum der beiden "Raumschienen" entsteht die sog. "Grüne Fuge", die den kompakten Baukörper von West nach Ost durchzieht und einen geschützten Erholungs- und Aufenthaltsraum bildet. Dieses Motiv ist prägend für das städtebauliche Erscheinungsbild des Quartiers.

Herzstück der Feuerwache ist die Fahrzeughalle mit 31 Stellplätzen, welche die drei Abmärsche funktional und effizient organisiert. Ruheräume, Lagerflächen und Werkstätten sind flexibel und damit zukunftsfähig angelegt. Durch den Unterschnitt der Gebäudekubatur im Bereich der Werkstätten wird eine überdachte und geschützte Anlieferung ermöglicht. Der Schulungsbereich ist autark nutzbar. Die Freiwillige Feuerwehr bildet einen eigenen Bereich im Gebäudekomplex.

Vorgeschlagen wird ein Holzhybridbau, welcher suffizient die Materialen Beton, Stahl und Holz in ihren jeweiligen Stärken vereint. Erd- und Zwischengeschoss ist in Stahlbeton-Massivbauweise geplant, um möglichen Natureinwirkungen und mechanischen Belastungen standzuhalten. Zur Reduzierung des Eigengewichts und Maximierung der Flexibilität bei Nutzungsveränderung wird das Obergeschoss als Holzskelettbauweise vorgesehen.

Der Fokus des ganzheitlichen Energiekonzeptes liegt auf lokal verfügbaren, erneuerbaren Energiequellen, die einen CO2-neutralen Betrieb mittels Wärmepumpe und Photovoltaik in Kombination mit einem Batteriespeicher ermöglichen. Durch einen kompakten Baukörper und eine hochgedämmte Gebäudehülle kann der Energiebedarf deutlich reduziert und damit die Betriebskosten gesenkt werden. Ein Gründach trägt zur Abkühlung der auf dem Grundstück versiegelten Flächen bei. 

Die Qualität des Entwurfs vereint Funktionalität, Nachhaltigkeit und eine differenzierte städtebauliche Einbindung.

Zusammenarbeit im Wettbewerb
Landschaftsarchitektur: nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB

Pressemeldung
Stadt Düren

"Die grüne Fuge bildet den strukturellen Ankerpunkt des Entwurfs."